Ausländische Unternehmen, die in Dänemark steuerpflichtig sind

Nicht dänische Unternehmen sind in Dänemark steuerpflichtig, wenn sie hier Betriebsstätte haben. Mehr über Betriebsstätten.

Nicht dänische Unternehmen, die in Dänemark steuerpflichtig sind, müssen von Lohn- bzw. Gehaltszahlungen an ihre in Dänemark tätigen Mitarbeiter Steuern einbehalten. Diese Steuer, die an das Dänische Steueramt (Skattestyrelsen) gemeldet und abgeführt werden muss, besteht aus:

  • Arbeitsmarktbeitrag (AM-bidrag)

  • A-Steuern (direkt vom Lohn/Gehalt abgezogene Einkommenssteuern)

  • Beiträge zur Zusatzrentenkasse des Arbeitsmarkts (ATP), sofern relevant

Diese Steuern müssen im elektronischen Einkommensregister eIndkomst unter der dänischen Unternehmensnummer (CVR-Nr.) gemeldet werden. 

Ausländische Unternehmen, die nicht in Dänemark steuerpflichtig sind

Nicht dänische Unternehmen ohne Betriebsstätte in Dänemark müssen keine A-Steuern und keinen Arbeitsmarktbeitrag an das Dänische Steueramt melden und abführen. Die Regeln für das Einbehalten von Beiträgen zur Zusatzrentenkasse des Arbeitsmarkts (ATP) finden Sie auf www.ATP.dk.

Arbeitnehmer müssen Steuern auf das in Dänemark verdiente Einkommen zahlen, wenn sie sich länger als 183 Tage innerhalb eines Zeitraums von insgesamt 12 Monaten in Dänemark aufhalten bzw. hier ihren Wohnsitz haben. Sie müssen sich mit dem Formular 04.063 anmelden.

Wenn das nicht dänische Unternehmen Arbeitskräfte an ein dänisches Unternehmen oder an ein nicht dänisches Unternehmen mit fester Betriebsstätte in Dänemark ausleiht, und dies als Arbeitnehmerüberlassung eingestuft wird, ist das Unternehmen für das Melden und das Abführen von Arbeitsmarktbeiträgen und A-Steuern (Einkommenssteuern) verantwortlich - ganz gleich, ob die Arbeitskraft eine dänische Personennummer (CPR-Nummer) hat oder nicht.

Nicht dänische Berater arbeiten in manchen Fällen selbstständig vom Heimatland aus. Diese sind als Angestellte des dänischen  Unternehmens einzustufen, wenn sie unter den gleichen Bedingungen für das Unternehmen arbeiten wie die übrigen Angestellten des Unternehmens. Als Kriterien gelten hier die Regeln dafür, ob eine Person als Angestellter oder als selbstständiger Unternehmer gilt. Solche Berater müssen das Einkommen bzw. Honorar in Dänemark versteuern, und das dänische Unternehmen muss Arbeitsmarktbeiträge und A-Steuern (Einkommenssteuern) einbehalten, wie für die eigenen Angestellten auch.

Anmeldung eines ausländischen Unternehmens in Dänemark

Melden Sie Ihr Unternehmen unter http://www.virk.dk an.

Unternehmen ohne Betriebsstätte müssen im Register für ausländische Dienstleister (RUT) auf http://www.virk.dk angemeldet werden.

Unbeschränkte Steuerpflicht

Eine ausländische Person, die ein Unternehmen in Dänemark betreibt, ist unbeschränkt steuerpflichtig, sofern sie in Dänemark ihren festen Wohnsitz hat oder sich hier für länger als 6 Monate aufhält (kurze Unterbrechungen für Urlaubsreisen etc. inklusive).

Mehr erfahren

Das gesamte Einkommen und sämtliche Ausgaben müssen in der Steuererklärung (Oplysningsskema) angegeben werden, ganz gleich wo es erzielt wurde bzw. wo sie getätigt wurden. 

Wenn Sie Ihren Wohnsitz auch in einem anderen Land haben und dort ebenfalls eine Steuererklärung abgeben müssen, können Sie in einem der Länder steuerlich entlastet werden. Im Allgemeinen müssen Sie Gewinne aus Geschäftstätigkeiten in dem Land versteuern, in dem Sie arbeiten, und anderes Einkommen in dem Land, zu dem Sie die stärkste Verbindung haben.

Beschränkte Steuerpflicht

Als Selbstständiger ohne Hauptwohnsitz in Dänemark sind Sie beschränkt steuerpflichtig, wenn Sie Betriebsstätte in Dänemark haben. Das heißt, dass Gewinne aus Geschäftstätigkeit in Dänemark versteuert werden müssen. 

Anmeldung als Selbstständiger mit unbeschränkter oder beschränkter Steuerpflicht

Sie müssen sich innerhalb von acht Tagen nach Arbeitsbeginn in Dänemark beim Steueramt (Skattestyrelsen) anmelden. Dafür füllen Sie bitte das Formular 04.063 aus.

Als Selbstständiger mit Hauptwohnsitz in Dänemark müssen Sie darüber hinaus auf www.indberet.virk.dk eine CVR-Nummer (Nummer im dänischen Unternehmensregister) bestellen, damit Sie für Umsatzsteuer und Enkommenssteuerpflicht etc. registriert werden.

Die dänischen Bestimmungen dafür, wann eine Person angestellt ist und wann selbstständig, sind strenger als in anderen Ländern. Sie sollten deshalb überprüfen, ob Sie nach dänischem Recht als Angestellter oder als Selbstständiger gelten. 

Sie gelten als Arbeitnehmer, wenn Sie für Ihre Arbeit in einem Unternehmen bezahlt werden, wo Sie auf Weisung und auf Risiko des Arbeitgebers tätig sind. In diesem Fall muss der dänische Arbeitgeber A-Steuern (Einkommenssteuern) und Arbeitsmarktbeiträge einbehalten - genauso wie für die dänischen Arbeitnehmer. 

Beispiel: Sie arbeiten zusammen mit den Angestellten des Unternehmens auf einer Baustelle, an einem Computersystem, in einer Schlachterei, in einem Logistik- oder Transportunternehmen. Vielleicht vertreten Sie auch das Unternehmen im Kundendienst. In Ihrem Heimatland werden Sie vielleicht als selbstständig eingestuft - aber nach dänischem Gesetz sind Sie Angestellter bzw. Arbeitnehmer des Unternehmens, für das Sie arbeiten. 

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Nicht dänische Unternehmen oder Selbstständige, die in Dänemark steuerpflichtig sind, müssen A-Steuern (Einkommenssteuern) und Arbeitsmarktbeiträge für alle Angestellten einbehalten, genauso, wie dies auch der Fall für dänische Unternehmen ist. Steuern müssen ab dem ersten Arbeitstag des Angestellten einbehalten werden. 

Sie müssen die Steuern im elektronischen Einkommensregister eIndkomst melden und auf das Steuerkonto des Unternehmens einbezahlen. Die Steuerpersonennummer des Angestellten sowie die Steuerkarte müssen registriert werden. Andernfalls müssen Sie 8 % Arbeitsmarktbeiträge und 55 % A-Steuern (Einkommenssteuern) einbehalten. Ihre Angestellten müssen das Formular 04.063 ausfüllen und einsenden - helfen Sie ihnen eventuell dabei.

Wenn ein Angestellter ausnahmsweise keine CPR-Nr. hat, müssen Sie eine vorläufige Registrierung in eIndkomst vornehmen, die Namen, Adresse, Land, Geburtsdatum, Geschlecht usw. enthält.

Mehr erfahren (nur auf Dänisch und Englisch verfügbar).

Wenn ein anderes ausländisches Unternehmen Ihnen Arbeitskraft zur Verfügung stellt, müssen Sie Arbeitsmarktbeiträge und A-Steuern nach den Regeln der Arbeitnehmerüberlassung abführen. Wenn der Arbeitnehmer innerhalb von 12 Monaten weniger als 183 Tage in Dänemark bleibt, müssen Sie das Formular 01.010 ausfüllen. Bezahlungsinformationen finden Sie auf dem Formular. Wenn der Arbeitnehmer länger in Dänemark bleibt, muss er das Formular 04.063 ausfüllen und einsenden, und Sie müssen Steuern in eIndkomst einbehalten - nach den gleichen Regeln wie für Ihre anderen Angestellten. 

Die dänischen Bestimmungen dafür, wann eine Person angestellt ist und wann selbstständig, sind strenger als in anderen Ländern. Sie sollten deshalb überprüfen, ob ein Unterlieferant nach dänischem Recht als Angestellter einzustufen ist. Wenn der Unterlieferant für Arbeit bezahlt wird, die in Ihrem Unternehmen auf Ihre Weisung und auf Ihr Risiko hin ausgeführt wird, gilt er als Angestellter. In diesem Fall müssen Sie als Arbeitgeber A-Steuern (Einkommenssteuern) und Arbeitsmarktbeiträge einbehalten - genauso wie für Ihre dänischen Arbeitnehmer. Mehr erfahren.

Beispiel: Eine nicht dänische Person arbeitet zusammen mit Ihren Angestellten auf einer Baustelle, an einem Computersystem, in einer Schlachterei, in Ihrem Logistik- oder Transportunternehmen. Vielleicht vertritt sie auch Ihr Unternehmen im Kundendienst. Die nicht dänische Person geht kein größeres finanzielles Risiko als Ihre Angestellten ein, da Arbeit und Verantwortung der Ihrer Angestellten entsprechen. Im Heimatland wird die ausländische Person vielleicht als selbstständig eingestuft - aber nach dänischem Gesetz ist sie Angestellter Ihres Unternehmens, und Sie müssen deshalb A-Steuern und Arbeitsmarktbeiträge einbehalten.