Wenn Ihr Unternehmen für die Umsatzsteuer angemeldet ist, müssen Sie den Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen verbuchen und auf diese Weise Ihren Umsatzsteuerabschluss machen. Am Ende jedes Umsatzsteuerzeitraums müssen Sie die Umsatzsteuer, die Sie der Finanzbehörde melden, ermitteln.

Für die Meldung der Umsatzsteuer und für Informationen über die jeweiligen Abgabefristen können Sie die App der Finanzbehörde verwenden. Die App erhalten Sie im App Store und bei Google Play.

Umsatzsteuererklärung abgeben

Aus dem Abschluss muss hervorgehen, welche Umsatzsteuerbeträge Sie melden und wie viel Sie an Umsatzsteuer zahlen müssen. Der Abschluss muss mindestens folgende Konten enthalten:

  • Vorsteuer
  • Ausgangssteuer

Geschäftsverkehr mit dem Ausland

Der Abschluss muss auch diese Konten enthalten:

  • Umsatzsteuer auf Wareneinkauf im Ausland
  • Umsatzsteuer auf Einkauf von Dienstleistungen im Ausland mit Verlagerung der Steuerschuldnerschaft
  • Einkauf von Waren in sonstigen EU-Ländern (Rubrik A – Waren (varer) in der Maske für die Umsatzsteuermeldung)
  • Einkauf von Dienstleistungen in sonstigen EU-Ländern mit Verlagerung der Steuerschuldnerschaft (Rubrik A – Dienstleistungen (ydelser) in der Maske für die Umsatzsteuermeldung)
  • Verkauf von Waren an sonstige EU-Länder (beide Rubriken B – Waren (varer) in der Maske für die Umsatzsteuermeldung)
  • Verkauf von Dienstleistungen sonstigen EU-Ländern mit Verlagerung der Steuerschuldnerschaft in (Rubrik B – Dienstleistungen (ydelser) in der Maske für die Umsatzsteuermeldung)
  • Ausfuhr in Länder außerhalb der EU u.a.m. (Rubrik C in der Maske für die Umsatzsteuermeldung).

Grundlage des Umsatzsteuerabschlusses

Die Umsatzsteuerbeträge, die Sie melden müssen, finden Sie in Ihren gewöhnlichen Geschäftsbüchern. Ihre Geschäftsbücher müssen aktualisiert sein, bevor Sie die Umsatzsteuer melden. Für die Meldung müssen Sie alle Belege, die in dem betreffenden Umsatzsteuerzeitraum datiert sind, berücksichtigen. Das gilt auch für Rechnungsbeträge, die noch nicht bezahlt worden sind.

Um sicher zu stellen, dass Sie keine Belege in Ihren Geschäftsbüchern vergessen, müssen Sie regelmäßig den Bestand der Kasse oder in der Bank mit dem tatsächlichen Bestand vergleichen, z. B. mithilfe von Kontoauszügen oder durch Zählen des Kassenbestands.

Büchführungsprogramm

Wenn Sie Ihre Belege anhand eines Buchführungsprogramms notieren, wird die Umsatzsteuer automatisch verbucht.

Sie müssen selber dafür sorgen, die Umsatzsteuer der Kreditkäufe und Kreditverkäufe im Umsatzsteuerzeitraum zu ermitteln, wenn das Buchführungsprogramm dies nicht automatisch erledigt.

Falls das Programm einen Schuldner- und Gläubigerabschluss enthält, wird die Umsatzsteuer ihrer Zielkäufe und -verkäufe automatisch verbucht.

Hilfe beim Verbuchen Ihrer Umsatzsteuer

Falls Sie ein Einzelunternehmen haben, das für die Umsatzsteuer angemeldet ist und keine Mitarbeiter beschäftigt, können Sie unseren Buchführungsleitfaden (in Dänisch) verwenden.

Der Buchführungsleitfaden hilft Ihnen, die Belege Ihres Unternehmens zu verbuchen; so werden Ihre Abzüge richtig berechnet und Sie zahlen die korrekte Steuer und Umsatzsteuer.

Alle Posten müssen durch Beleg nachgewiesen werden. Wenn ein Beleg die Anforderungen nicht erfüllt, kann das bedeuten, dass Sie Ihr Recht auf Absetzung der Umsatzsteuer dieses Belegs verlieren.

Anforderungen an Rechnungen oder Quittungen (Kassenzettel)

Rechnung

  • Rechnungsdatum (Das Rechnungsdatum ist entscheidend dafür, wann Sie die Umsatzsteuer absetzen können.)
  • Fortlaufende Nummernfolge bei den Rechnungsnummern
  • Ihre Umsatzsteuernummer (CVR-Nr./SE-Nr.)
  • Firma und Adresse des Unternehmens
  • Name und Adresse des Käufers
  • Menge und Art der gelieferten Waren oder Leistungen
  • Lieferdatum, falls es vom Rechnungsdatum abweicht
  • Preis der Ware oder Leistung ohne Umsatzsteuer, etwaige Preisnachlässe, Boni und Rabatte, falls diese nicht im Preis pro Einheit enthalten sind
  • Geltender Umsatzsteuersatz
  • Umsatzsteuerbetrag
  • Haben Sie sowohl umsatzsteuerpflichtige als auch umsatzsteuerfreie Verkäufe an denselben Kunden getätigt, muss auf der Rechnung stehen, von welchem Betrag die Umsatzsteuer berechnet wird

Kassenbeleg

Verwenden Sie einen Kassenapparat, muss dieser sowohl Kassenbelege als auch Kassenstreifen ausdrucken können.

  • Firma oder Eintragungsnummer Ihres Unternehmens (CVR-Nr./SE-Nr.)
  • Ausstellungsdatum
  • Art der Ware
  • Umsatzsteuerbetrag oder gesamter Preis einschließlich Umsatzsteuer

Es ist wichtig, dass die Anforderungen an die Rechnungen erfüllt sind. Ob der Käufer die Umsatzsteuer abziehen kann, hängt nämlich u.a. davon ab, ob die für die Belege geltenden Regeln eingehalten werden.

Die Unterlagen der Buchführung müssen Sie fünf Jahre lang aufbewahren, auch falls Sie das Unternehmen schließen. Buchführungsunterlagen in Zusammenhang mit Anschaffung und Umbau von Gebäuden sind zehn Jahre lang aufzubewahren.

Buchführungsunterlagen sind schriftlich Unterlagen, die sich auf den Betrieb des Unternehmens beziehen, z. B.:

  • Rechnungen
  • Lieferscheine
  • Verträge
  • Bestellscheine
  • Terminbücher
  • Jahresabschlüsse