Das Steuerkonto (Skattekonto) ist eine Übersicht über die abgegebenen Erklärungen und Meldungen Ihres Unternehmens, erhobenen Zahlungen sowie Überweisungen an das Steueramt und Zahlungen des Steueramts an Ihr Unternehmen.

Steuerkonto im Selbsteingabeverfahren TastSelv Erhverv einsehen

Das Steuerkonto ermöglicht Ihnen einen Überblick über Ihre gesamten Meldungen und Überweisungen und was Sie dem Steueramt an Umsatzsteuer, Lohnsummensteuer, Lohnsteuer und Arbeitsmarktbeitrag, Körperschaftssteuer, Dividendensteuer, Umwelt- und anderen Abgaben sowie Gebühren und Zinsen schulden.

Es ist auch ersichtlich, ob für etwaige Schulden die Vollstreckung eingeleitet worden ist.

Pro CVR-Nummer oder SE-Nummer haben Sie ein Steuerkonto. Falls Ihr Unternehmen mehrere SE-Nummern besitzt, haben Sie ein Steuerkonto pro SE-Nummer.

Besitzen Sie ein Einzelunternehmen, ist Ihre B-Steuer nicht Teil des Steuerkontos. Die B-Steuer müssen Sie immer noch über Ihren Vorauszahlungsbescheid im Selbsteingabeverfahren für Privatpersonen zahlen.

Liste über Abgaben und Steuern, die vom Steuerkonto umfasst sind (auf Dänisch)

Zahlung an das Steuerkonto

Meldungen gehen aus dem Steuerkonto hervor

  • Ihre Meldungen tätigen Sie über das Selbsteingabeverfahren für Unternehmen TastSelv Erhverv.
  • Sie erhalten Erinnerungsmails vom Selbsteingabeverfahren, wenn sich der Zeitpunkt für die Meldung nähert.

So sieht eine Meldung auf dem Steuerkonto aus

Wenn Sie eine Meldung vorgenommen haben, erscheint diese normalerweise am darauffolgenden Tag auf Ihrem Steuerkonto.

Falls Sie gemeldet haben, dass Sie einen Betrag zahlen müssen, ist dieser Betrag als negativer Betrag ersichtlich. Eine Forderung des Steueramts geht also als Minusbetrag aus dem Konto hervor.

Falls Sie gemeldet haben, dass Ihnen eine Rückerstattung zusteht, Sie also ein Guthaben haben, ist dieser Betrag als positiver Betrag ersichtlich. Ein Guthaben ist also ein Plusbetrag auf dem Konto.

Falls Sie melden, dass Sie einen Betrag vor Ablauf der Melde- und Zahlungsfrist zahlen müssen, ist der Betrag als eine negative, zukünftige Buchung auf dem Steuerkonto zu sehen. Der Betrag bewegt sich unter den Bereich Aktuelle Buchungsposten, wenn der letzte rechtzeitige Zahltag erreicht wird.

Falls Sie melden, dass Ihnen eine Rückerstattung zusteht, geht der Betrag als eine positive, zukünftige Buchung ohne Datum aus dem Steuerkonto hervor. Wenn der Betrag genehmigt wird, bewegt er sich unter den Bereich Aktuelle Buchungsposten, und das Datum ist dann mit dem Datum der Genehmigung identisch.

Zahlung an das Steuerkonto

Falls Sie nichts melden

Falls Sie keine Meldung tätigen, nehmen wir eine vorläufige Festsetzung vor. Die vorläufige Festsetzung wird auf dem Steuerkonto so erscheinen, wie wenn Sie selbst die Meldung vorgenommen hätten. Wenn wir Ihre Meldung erhalten, ersetzt diese die vorläufige Meldung.

Auszahlungen erfolgen auf das NemKonto des Unternehmens

Die Beträge, die auf dem Steuerkonto des Unternehmens stehen, überweist das Steueramt an das NemKonto des Unternehmens. Grundsätzlich zahlen wir nur Beträge über 200 DKK aus. Wenn Sie einen Betrag in Höhe von 200 DKK oder weniger ausgezahlt bekommen möchten, müssen Sie das Steueramt unter der Nummer (+45) 72 22 18 18 anrufen.

Wir zahlen kein Geld aus, bevor wir untersucht haben, ob Sie Schulden haben oder andere ausstehende Zahlungen an uns, die innerhalb der nächsten fünf Werktage (Banktage) fällig werden. Ist dies nicht der Fall, überweisen wir das Geld, so dass es Ihnen am darauffolgenden Tag auf Ihrem NemKonto zur Verfügung steht; je nachdem, welche Bank Sie haben, kann es jedoch einen Tag länger dauern.

Sie können die Auszahlungsgrenze ändern

Wenn Sie nicht selbst eine Auszahlungsgrenze festgesetzt haben, werden alle Guthaben über 200 DKK ausgezahlt.

Sie können selbst die Auszahlungsgrenze für Ihr Steuerkonto im Menü Udbetalingsgrænse (Auszahlungsgrenze) ändern. Die Auszahlungsgrenze kann höchstens 200.000 DKK betragen. Das Steueramt erteilt keine Befreiung von der Regel über die Auszahlungsgrenze von höchstens 200.000 DKK.

Beispiel: Ein Unternehmen mit einer Auszahlungsgrenze von 200.000 DKK und einem Saldo von 200.500 DKK erhält 500 DKK ausgezahlt. Falls der Saldo 200.190 DKK beträgt, wird der die Grenze überschreitende Betrag von 190 DKK nicht ausgezahlt, weil Beträge bis zu 200 DKK nicht vom Steuerkonto ausgezahlt werden.

Falls Sie eine Auszahlungsgrenze festgesetzt haben, aber trotzdem gerne Ihr Guthaben vom Steuerkonto ausgezahlt bekommen möchten, müssen Sie die Auszahlungsgrenze in 0 DKK ändern. Dann werden Ihnen bereits Beträge über 200 DKK ausgezahlt. Falls Sie möchten, dass Ihnen ein Betrag in Höhe von 200 DKK oder weniger ausgezahlt wird, müssen Sie das Steueramt unter der Telefonnummer (+45) 72 22 18 18 kontaktieren.

Obwohl Sie Ihre Auszahlungsgrenze erhöhen, werden Guthaben immer verrechnet, falls Sie Schulden bei anderen Behörden haben.

Wir untersuchen zuerst, ob Sie Schulden haben

Wenn Sie zu einer Rückerstattung des Steueramts berechtigt sind, untersuchen wir automatisch, ob Sie Schulden haben, bevor der Rückerstattungsbetrag auf das NemKonto Ihres Unternehmens überwiesen wird. Das gilt auch für Steuern, die Gegenstand eines Vollstreckungsverfahrens sind.

Kreditzins

  • Vom 1. September 2015: 0 Prozent.
  • Vom 1. Januar 2014 - 31. August 2015: 0,1 Prozent pro Monat, jedoch höchstens von 5.000 DKK.

Ab dem 1. Juli 2016 gilt eine neue Bagatellgrenze von 200 DKK, um den Prozess für die Unternehmen und das Steueramt zu erleichtern:

  • Höhere Grenze für Auszahlungen
  • Keine Mahnungen wegen Schulden in Höhe von 200 DKK oder darunter für beendete Unternehmen
  • Keine Zinsen von Schulden bis einschließlich 200 DKK für beendete Unternehmen
  • Bei beendeten Unternehmen verbucht das Steueramt nach drei Jahren Beträge bis einschließlich 200 DKK als Einnahme, d.h. dass der Betrag vom Steuerkonto des Unternehmens entfernt und an die Staatskasse abführt wird.

Keine Saldozinsen, wenn der Saldo bis zu 200 DKK beträgt

Beendete Unternehmen mit einem Saldo von 200 DKK oder weniger werden keine Saldozinsen für den Zeitraum, in dem die Schulden 200 DKK oder weniger betragen, angerechnet.

Falls die Schulden des Unternehmens wachsen, werden Zinsen ab dem Datum, an dem Die Schulden 200 DKK überschreiten, berechnet. Dafür stoppt die Zinsberechnung wieder ab dem Tag, an dem der Betrag auf 200 DKK oder darunter fällt.

Obwohl dies nur die Saldozinsen betrifft, werden für die Berechnung des Gesamtsaldos alle Forderungen einschließlich Zollforderungen berücksichtigt.

Beispiel: Ein Unternehmen hat zum Zeitpunkt seiner Beendigung am 31. Juli 2016 Schulden in Höhe von 175 DKK. Die Zinsberechnung wird an diesem Datum eingestellt, da der Betrag weniger als 200 DKK beträgt. Am 1. August 2016 meldet der Abschlussprüfer des Unternehmens einen nachträglichen, schuldigen Umsatzsteuerbetrag in Höhe von 180 DKK. Dieser Betrag muss spätestens am 15. August 2016 gezahlt werden, was jedoch nicht geschieht. Die Zinsberechnung wird am 15. August 2016 wieder aufgenommen, da die Schulden jetzt über 200 DKK betragen.

Zinsen von Zollschulden

Die Regeln darüber, dass von Schulden bis zu 200 DKK keine Zinsen berechnet werden, gelten nicht für Zollschulden. Deshalb werden bei Zollschulden auch dann Zinsen berechnet, wenn der Saldo 200 DKK oder weniger beträgt.

Beispiel 1: Ein beendetes Unternehmen hat Schulden in Höhe von 150 DKK, die sich aus 60 DKK Umsatzsteuerschuld und 90 DKK Zollschuld zusammensetzen. Von der Zollschuld in Höhe von 90 DKK werden Zinsen berechnet, wohingegen von den 60 DKK keine Zinsen berechnet werden.

Beispiel 2: Ein beendetes Unternehmen hat Schulden von insgesamt 210 DKK; davon sind 110 DKK und 70 DKK Zollschulden sowie 30 DKK Umsatzsteuerschulden. In diesem Fall werden Saldozinsen von den 30 DKK und Zollzinsen von den 110 DKK berechnet. Es werden keine Zinsen von den 70 DKK berechnet, da diese Zollforderung unter dem Mindestbetrag von 75 DKK (10 Euro) liegt.

Beträge bis einschließlich 200 DKK

Beendete Unternehmen erhalten aufgrund der Änderung der Bagatellgrenze für Auszahlungen Beträge bis einschließlich 200 DKK nicht ausgezahlt.

Beendete Unternehmen müssen deshalb das Dänische Steueramt innerhalb von drei Jahren nach Abmeldung des Unternehmens kontaktieren, wenn sie Beträge in Höhe von 200 DKK oder weniger ausgezahlt bekommen möchten. Ansonsten wird der Betrag nach drei Jahren als Einnahme verbucht, d.h., der Betrag wird vom Steuerkonto des Unternehmens entfernt und an die Staatskasse abgeführt.