Die sogenannte Sharing Economy ist ein Wirtschaftssystem, das darauf basiert, dass Privatpersonen untereinander Aufgaben und Waren teilen, tauschen, verleihen oder verkaufen. 

Dies kann z.B. das Verleihen einer Wohnung oder eines Autos oder auch das Ausführen von Aufgaben und Hilfeleistungen gegen Bezahlung sein. Was dies für Ihre Steuern bedeutet, und ob Sie eventuell Umsatzsteuer zahlen müssen, hängt davon ab, um welche Form von Aktivität es sich handelt.

Wenn Sie ein Zimmer oder eine Immobilie (Wohnung oder Haus) vermieten, in dem Sie selbst wohnen, müssen Sie den Gewinn daraus versteuern bzw. Umsatzsteuer zahlen, unabhängig davon, ob es sich um eine Art Bed and Breakfast oder um eine Abmachung über Airbnb handelt. 

Mehr über die Vermietung eines Zimmers oder einer Immobilie, in der Sie selbst wohnen (dänischer Link)

Mehr über die Vermietung eines Sommer- bzw. Freizeithauses (dänischer Link)

Fahrgemeinschaften sind steuerfrei

Eine Fahrgemeinschaft bedeutet, dass zwei oder mehrere Personen, die den gleichen Weg z.B. zur Arbeit haben, zusammen mit dem Auto der einen Person fahren und sich die Ausgaben dafür teilen. Wenn Sie also z.B. eine Kollegin mit zur Arbeit nehmen, bilden Sie eine Fahrgemeinschaft.

Eine solche Fahrgemeinschaft hat keinen Einfluss auf Ihre eigene Entfernungspauschale oder die Ihres Mitfahrers.

Wenn Sie dafür bezahlt werden, jemanden mitzunehmen, müssen Sie dies nicht versteuern - solange die Bezahlung nicht den Anteil des Mitfahrers an den gesammelten mit der Fahrt verbundenen Kosten übersteigt. Wenn Sie also an der Fahrt mehr verdienen als die Teilung der Kosten ausmachen würde, müssen Sie die Einnahmen versteuern.

Vermietungen von Auto, Boot oder Wohnmobil sind steuerpflichtig

Wenn Sie Ihr Auto, Ihr Boot oder Ihr Wohnmobil für befristete Zeiträume an Dritte vermieten, z.B. über GoMore, Boatflex oder Out2Camp, müssen Sie die Einnahmen daraus versteuern.

Mehr über die Vermietung von Autos (englischer Link)

Frachttransport für Dritte ist steuerpflichtig

Wenn Sie ab und zu Frachttransporte für Dritte übernehmen, z.B. über TagDetMed, müssen Sie die Einnahmen daraus versteuern und evt. Umsatzsteuer zahlen.

Mehr über Frachttransport für Dritte (englischer Link)

Wenn Sie Dienstleistungen für Andere ausführen und dafür bezahlt werden, müssen Sie diese Einnahmen versteuern und evt. Umsatzsteuer zahlen - ganz gleich, ob diese Dienstleistungen über Anbieter wie HappyHelper oder Jobbi vermittelt werden. 

Mehr über das Ausführen von Dienstleistungen für Andere (englischer Link)

Wenn Sie privat Gegenstände wie Kleidung und Möbel an Andere verkaufen, die Sie für den eigenen Gebrauch gekauft haben, müssen Sie die Einnahmen daraus nicht versteuern. Dasselbe gilt, wenn Sie privat Gegenstände tauschen.

Wenn Sie aber Gegenstände verkaufen, die Sie für den Weiterverkauf erworben haben, oder Ihre privaten Gegenstände ausleihen, müssen Sie den Gewinn daraus versteuern. 

Dies ist auch dann der Fall, wenn der Verkauf über Flohmärkte oder Den Blå Avis stattfindet. 

Es ist egal, ob die verkauften Gegenstände neu oder gebraucht sind, wo sie erworben wurden oder wie lange Sie sie besessen haben - es ist lediglich von Bedeutung, ob die Gegenstände für den Weiterverkauf erworben wurden. 

Es gibt übrigens keine steuerrechtlichen Bestimmungen darüber, was Sie verkaufen dürfen und was nicht. Eine Reihe anderer Gesetze verbietet jedoch den Verkauf von Hehlerwaren oder Rauschmitteln, und Sie benötigen eine gesonderte Erlaubnis für den Verkauf von z.B. alkoholischen Getränken. 

Dies müssen Sie tun

Erfolgt der Verkauf bzw. der Tausch privat: Geben Sie den Gewinn in Rubrik 20 des Steuerbescheids und Rubrik 250 des Vorauszahlungsbescheids an.

Erfolgt der Verkauf bzw. der Tausch unternehmerisch: Geben Sie den Gewinn in Rubrik 111 des Steuerbescheids und Rubrik 221 des Vorauszahlungsbescheids an.

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