Aus der Steuerkarte (skattekort) geht hervor, welchen Steuersatz Sie auf Ihr Einkommen zahlen müssen. Der Steuersatz hängt davon ab, wie viel Sie im Jahr verdienen und auf welche Freibeträge Sie Anspruch haben.

Ihre Steuerkarte ist digital, und Sie finden die Karte oben auf Ihrem Vorauszahlungsbescheid (forskudsopgørelse) online im Selbsteingabeverfahren TastSelv.

'Steuerkarte' ist der Sammelbegriff für die Steuerfreikarte (frikort), die Lohnsteuerkarte (hovedkort) und die Zweitkarte (bikort).

Alle Bürger in Dänemark dürfen einen bestimmten Betrag im Jahr verdienen, ohne davon Steuern zahlen zu müssen. Verdienen Sie weniger als diesen Betrag, kommt nur die Steuerfreikarte zum Einsatz. Verdienen Sie mehr, benötigen Sie stattdessen eine Lohnsteuerkarte und eine Zweitkarte.

Bitte beachten Sie, dass Ihre Lohnsteuerkarte nur von einer Stelle bzw. Arbeitgeber verwendet werden darf; die Zweitkarte und die Steuerfreikarte können von mehreren Stellen bzw. Arbeitgebern verwendet werden.

Weiter unten können Sie mehr über die verschiedenen Steuerkarten erfahren. Auf der Seite Steuerkarte verstehen können Sie mehr über den Unterschied zwischen den einzelnen Karten erfahren.

Falls Ihr Einkommen über einem bestimmten Betrag liegt, müssen Sie Steuern darauf zahlen. Sie verfügen über eine Lohnsteuerkarte und eine Zweitkarte, anhand derer Ihr(e) Arbeitgeber sehen können, wieviel Steuern Sie zu zahlen haben.

Ihre Lohnsteuerkarte ist für Ihr Haupteinkommen vorgesehen, d.h. Ihre reguläre Arbeit oder z. B. die staatliche Ausbildungsförderung (SU). Auf der Lohnsteuerkarte steht Ihr Steuersatz und der Freibetrag, d.h. der Teil Ihres Einkommens, auf den Sie keine Steuern zahlen müssen. Auf Grundlage der Angaben auf der Steuerkarte hält Ihr Arbeitgeber einen bestimmten Teil Ihres Einkommens ein und führt diesen als Ihre Einkommenssteuer ab. 

Ihre Lohnsteuerkarte verwenden Sie bei dem Arbeitgeber, bei dem Sie am meisten verdienen. Ihre Zweitkarte können Sie verwenden, wenn Sie daneben noch andere Arbeitgeber haben. Sie müssen Ihrem Arbeitgeber und etwaigen anderen Auszahlungsstellen mitteilen, ob diese Ihre Lohnsteuerkarte oder Ihre Zweitkarte verwenden sollen.

Mehr über Lohnsteuerkarte und Zweitkarte

Die Freikarte verwenden Sie, wenn Sie damit rechnen, dass Ihr Jahreseinkommen unterhalb der Betragsgrenze des steuerfreien Einkommens liegt. Dies ist oft bei jungen Leuten der Fall, die ihren ersten Job haben oder die staatliche Ausbildungsförderung erhalten und noch bei den Eltern wohnen.

Mehr über die Steuerfreikarte

Sie müssen also erst Steuern zahlen, wenn Ihr Jahreslohn/-gehalt insgesamt den betreffenden Betrag übersteigt. Sie müssen jedoch den Arbeitsmarktbeitrag von 8 % ihres gesamtes Lohns/Gehalts zahlen, sobald Sie Lohn/Gehalt verdienen - selbst wenn Sie eine Steuerfreikarte haben.

Ihre Steuerfreikarte kann von mehreren Auszahlungsstellen verwendet werden. Wenn der steuerfreie Betrag ausgeschöpft ist, behält die jeweilige Auszahlungsstelle Steuern in Höhe des Prozentsatzes, der in Ihrem Vorauszahlungsbescheid steht, ein. Den Vorauszahlungsbescheid erhalten Sie automatisch vom Steueramt (Skattestyrelsen).

Zum Jahresende erhalten Sie automatisch eine neue Steuerfreikarte.

Zunächst benötigen Sie eine dänische CPR-Nummer; erst dann können Sie eine Steuerkarte beantragen.

Wenn Sie bereits eine dänische CPR-Nummer besitzen, können Sie direkt eine Steuerkarte beantragen.

Sie erhalten dann sowohl eine Lohnsteuerkarte und eine Zweitkarte. Wenn Sie nur ein Einkommen haben, verwenden Sie Ihre Lohnsteuerkarte (hovedkort). 

Mehr darüber erfahren, wie Sie eine Steuerkarte und eine dänische Steuer-Personennummer beantragen

Ihre Steuerkarte kann sich im Laufe eines Jahres ändern - z.B. wenn Sie Angaben auf Ihrem Vorauszahlungsbescheid (forskudsopgørelse) ändern müssen. Solche Änderungen können sich z.B. auf den zu zahlenden Steuersatz oder auf Ihre Freibeträge auswirken. Damit kann sich auch die Höhe des Gehalts ändern, das Sie ausgezahlt bekommen.

Es ist aber wichtig, dass Sie korrekte Angaben im Vorauszahlungsbescheid machen, da Sie andernfalls eine Steuernachzahlung am Ende des Jahres riskieren.

Ihr Arbeitgeber wird automatisch darüber informiert, wenn sich Ihr Steuersatz bzw. Ihre Freibeträge ändern.

Mehr über Ihren Vorauszahlungsbescheid und darüber, wenn sich Ihr Einkommen ändert

Wenn Sie freiberuflich tätig sind oder für einmalige Tätigkeiten entlohnt werden (z.B. wenn Sie ein Konzert gegeben oder einen Vortrag gehalten haben), müssen Sie B-Steuern (B-skat) zahlen.
B-Einkommen ist Einkommen, von dem vor der Auszahlung an Sie noch keine Steuern und kein Arbeitsmarktbeitrag abgezogen wurde.

Sie sind selber dafür verantwortlich, auf eventuelles B-Einkommen Steuern und Arbeitsmarktbeitrag zu zahlen.

Mehr über das Zahlen von Steuern und Arbeitsmarktbeitrag auf B-Einkommen können Sie auf der Seite Steuern für Freiberufler lesen.