Der Freibetrag für Handwerkerarbeiten (Håndværkerfradrag) ist per 1. April 2022 abgeschafft. Das bedeutet, dass Sie für dieses Jahr den Freibetrag nur noch für Arbeiten geltend machen können, die spätestens am 31. März 2022 ausgeführt und spätestens am 31. Mai 2022 bezahlt werden. Der Freibetrag für haushaltsnahe Dienstleistungen (Servicefradrag) existiert weiterhin.

Der Freibetrag für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerarbeiten, wenn Sie Eigentümer oder Mieter einer Immobilie sind

Sie haben Anspruch auf den Freibetrag für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerarbeiten, ganz gleich, ob Sie Eigentümer oder Mieter einer Immobilie sind. Es gibt jedoch 3 Bedingungen:

  • Sie müssen selber für die Arbeiten zahlen.
  • Sie müssen dazu berechtigt sein, die Immobilie instandzuhalten (bei Instandhaltungsarbeiten).
  • Sie müssen in der Immobilie wohnen, während die Arbeit ausgeführt wird.

In jedem Fall muss die Leistung in der Auflistung über freibetragsberechtigte Dienstleistungen und Handwerkerarbeiten enthalten sein.

Sie müssen selber und mit eigenen Mitteln für die Dienstleistung bezahlen, um Anspruch auf den Freibetrag zu haben. Sie können mit anderen Worten keinen Freibetrag geltend machen, wenn die Ausgaben über die Miete, von einem Instandhaltungskonto Ihres Mietobjektes oder über Rückstellungen Ihrer Genossenschaft bezahlt werden.

Als Mieter haben Sie Anspruch auf den Freibetrag bei Instandhaltungsarbeiten, wenn Sie zur Ausführung der Leistungen verpflichtet sind und wenn Sie während der Arbeiten in dem Mietobjekt wohnen. In jedem Fall muss die Leistung aus der Liste über freibetragsberechtigte Dienstleistungen und Handwerkerarbeiten hervorgehen.

Dies gilt auch, wenn die Ausgaben von Ihrer Mietkaution abgezogen werden. Sie müssen in diesem Fall dokumentieren können, dass die Ausgaben von Ihrer Mietkaution abgezogen wurden, und darüber hinaus die ausgeführten Arbeiten und die Bezahlung durch den Vermieter belegen können.

Sie haben nur Anspruch auf den Freibetrag bei Instandhaltungsarbeiten, wenn Sie das Verfügungsrecht über das Äußere und das Innere Ihrer Immobilie besitzen.

Wenn Sie Mieter sind, geht das Verfügungsrecht aus dem Mietvertrag hervor. Wenn Sie in einer Genossenschafts- oder einer Eigentumswohnung wohnen, ist das Verfügungsrecht in den Statuten der Eigentümervereinigung beschrieben.

Als Mieter haben Sie nur Anspruch auf den Freibetrag bei Verbesserungen, wenn diese innerhalb Ihres Verfügungsrechts ausgeführt werden oder wenn sie schriftlich mit dem Vermieter vereinbart wurden.

Als Genossenschaftsteilhaber oder Eigentümer haben Sie Anspruch auf den Freibetrag für Instandhaltungsarbeiten und Verbesserungen, die innerhalb Ihres individuellen Verfügungsrechts ausgeführt werden.

Sie können keinen Freibetrag geltend machen, wenn laut den Statuten der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft bzw. der Eigentümervereinigung das Verfügungsrecht über Arbeiten hat, oder wenn die Ausgaben von einem statutenbestimmten Guthaben auf einem externen Instandhaltungskonto oder aus dem Grundkapital bestritten werden.

Sie haben nur Anspruch auf den Freibetrag bei Instandhaltungsarbeiten, die ausgeführt wurden, während Sie festen Wohnsitz in der Immobilie hatten. Es spielt hierbei keine Rolle, wann Sie Ihre Immobilie verkauft oder Ihren Mietvertrag gekündigt haben.